Meditations - Leitfaden

Dein Leitfaden für deine erste Meditation.


Wow, ein Monat Stille auf dem neuen Blog! Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Wer mir auf meine sozialen Medien folgt, weiß ja das durch meinen Umzug ziemlich viel los war. 

 

Das heutige Thema wird dafür umso hilfreicher und informativer.

Wir beschäftigen uns mit Meditation. Für viele ist alleine das Wort schon ein rotes Tuch, da sie damit irgendeinen spirituellen Humbug verbinden. 

 

Viele von euch haben mir zudem verraten, dass sie nicht wissen wie sie am besten starten sollen, worauf zu achten ist und wofür man eigentlich meditiert.

 

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier kommt ein kleiner Leitfaden für euch in Sachen Meditation. 

Traut euch zu meditieren. Ich verspreche es lohnt sich!

1. Was beutet Meditation?


Viele hören das Wort Meditation und denken gleich sie müssten spirituell zugänglich sein oder einen Hang zur Esoterik haben.  Neuen Dingen gegenüber offen zu begegnen ist meiner Meinung nach nie verkehrt. Du kannst erst dein Urteil fällen, wenn du es selbst probiert hast. Doch keine Angst, wer meditiert läuft nicht gleich den ganzen Tag in weißen Klamotten durch die Gegend und trägt einen Heiligenschein.  Es geht nicht darum zu beten oder einen Draht zu irgendeinem Gott zu knüpfen, sondern darum Einsicht zu üben und den eigenen Verstand genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Meine Ausbildung zur Yoga Trainerin brachte mich das erste Mal in Berührung mit Meditation und was soll ich Sagen? Heute gehört die Meditation zu meinen täglichen Morgenroutinen, weil sie mein Leben unheimlich bereichert.

 

Hast du schon einmal den Begriff Monkey Mind gehört? 

Dieser wird gerne für unseren Verstand gewählt, welcher uns mit seinen Gedankengängen nur zu gerne an den Rande des Wahnsinns treibt & es liebt mit uns seine Spielchen zu spielen, uns zu kontrollieren & dazu zu bringen Dinge zu tun, die wir das ein oder andere Mal sicher schon bereut haben.

 

Meine Yoga Meisterin hatte einen weiteren sehr treffenden Namen für den Verstand - Äffchen auf Koks -

Beschäftigst du es nicht, sorgt es für Unterhaltung. Ob sie dir gefällt oder nicht ist dem Äffchen ziemlich egal!

 

Hier setzt die Meditation an-  Durch regelmäßiges meditieren, lernst du, den Spieß umzudrehen. Du lernst Meister deines Verstandes zu sein und selbst zu entscheiden welche Gedanken du zulässt. Du sagst welche Gedanken bleiben dürfen und welche Gedanken du besser ziehen lässt.

 

Denn Gedanken werden zu Gefühlen und Gefühle werden zu Handlungen. 

 

Yoga is the removing of the flucturation of your mind.

Yoga sorgt dafür, die Höhen und Tiefen deines Verstandes zu neutralisieren & ohne Meditation ist Yoga kein Yoga.

 

Meditation = Lerne Herr (oder Dame ;) ) deines Verstandes und Herrscher über deine Gedanken zu sein. Und noch wichtiger, realisiere das du nicht deine Gedanken bist.


2. Wie meditiere ich?


Natürlich gibt es nicht nur einen Weg zu meditieren, jedoch möchte ich dir heute meinen liebsten vorstellen. Den Weg der Vipassana Meditation.

Vorab, es ist zu Beginn nicht wichtig stunden lang zu meditieren. Es ist viel wichtiger das du es regelmäßig tust um deinen Verstand zu üben. 

Ich bin das beste Beispiel! Seit fast einen Jahr meditiere ich nun so gut wie täglich. Länger als 15 Minuten habe ich es bisher nie geschafft.  Und das muss ich auch nicht so lange ich 15 Minuten täglich meditiere. Mit der Zeit wirst du Übung gewinnen und dann auch in der Lage sein längere Perioden über  in einer Meditation zu versinken.

  1.  Beginne mit kurzweiligen Meditationen. Vielleicht sind es am Anfang 2 Minuten & wenn du besser wirst 5. 
  2. Nutze gerne eine Meditations App welche zu Beginn und zu Ende deiner Meditation gongt.
  3. Verurteile dich nicht wenn es den einen Tag super funktioniert und den nächsten Tag gar nicht. Stetige Auf uns Abs sind völlig normal. Gratuliere dir lieber, dass du an der Routine festhältst.
  4. Wenn es dir schwer fällt in völliger Stille da zu sitzen, kannst du dir gerne Meeresrauschen oder andere Klänge anhören. Gerade am Anfang ist das eine super Hilfe. Es sollte jedoch Ziel sein irgendwann in völliger Stille zu meditieren. Denn nur in völliger Stille finden wir völligen Zugang zu unserem Verstand und üben Einsicht.
  5. Meditation ist ein mächtiges Werkzeug. Sie kann alte Gefühle in dir hochkochen lassen, doch wird sie dir auch helfen diese alten Verletzungen zu heilen, wenn du bereit bist sie los zu lassen. 
  6. Es geht darum im hier und jetzt zu sein und nicht zu sehr im Gestern und im Morgen zu verweilen mit den Gedanken.

Ablauf deiner Meditation.


  1. Finde einen ruhigen Ort an dem du dich die nächsten Minuten zurückziehen kannst. 
  2. Suche dir dort eine bequeme Sitzposition. Wenn dir der Schneidersitz bekannt und komfortabel genug ist, ist dieser die wohl gängigste Variante um zu meditieren. Du darfst dich aber auch gerne aufrecht aufs Sofa oder einen Stuhl, setzten oder deinen Rücken durch eine Wand unterstützen. Wichtig ist das du die nächsten Minuten still in dieser Position verweilen kannst, ohne sie zu wechseln.
  3. Schließe deine Augen und rolle die Schultern nach hinten. 
  4. Stelle dir einen Faden vor , welcher die Krone deines Kopfes etwas mehr Richtung Decke aufrichtet.
  5. Entspanne deine Gesichtsmuskeln. Hier kann ein ausgiebiges Gähnen wahre wunder wirken.
  6. Atme ganz normal durch deine Nase ein und aus.
  7. und während du Atmest kannst du dich nun entweder auf den Luftzug unter deiner Nase konzentrieren, während du ein und ausatmest oder du konzentrierst dich auf deinen Bauch, wie er sich hebt beim  einatmen und senkt beim ausatmen.
  8. Führe einen kleinen Check in in deinem Körper durch. Wie fühlst du dich heute? Füße , Beine , Hüften usw.
  9. Mach dir klar das nur das hier und jetzt von Bedeutung ist.
  10. Nicht das Gestern / Nicht das heute.
  11. Mach dir klar, dass du nicht deine Gedanken bist. Du bist der Horizont und deine Gedanken sind die Wolken, welche über den Horizont ziehen. Du selbst entscheidest an welchen Gedanken du festhältst.
  12. Versuche dich allein auf deinen Atem zu konzentrieren. Kommen Gedanken rein, schiebe sie zur Seite. Versucht das Äffchen auf Koks dich zu überrumpeln, setzte ihm ein Mantra entgegen. Z.b einatmen: Lass ausatmen: Los oder Einatmen: Liebe Ausatmen: Dankbarkeit ... Hier kannst du kreativ sein.
  13. Der Gong erklingt und zeigt dir damit, dass deine Meditation vollendet ist. 
  14. Bringe deine Hände vors Herz und setzte gerne eine Intention für den Tag oder wiederhohle 5 x eine positive Affirmation, welche du dir gesetzt hast. 
  15. bringe langsam Bewegung in deine Körper und öffne die Augen.

Das sind wirklich nur die ersten Schritte in Sachen Meditation. Es gibt zum Beispiel auch noch Möglichkeiten deinen inneren Raum zu betreten um dein Schattenkind zu heilen, Menschen zu vergeben oder Vergangenes hinter dir zu lassen. Es gibt verschiedenste Mantren um deine Meditation noch mächtiger zu machen oder auch positive Affirmationen, welche dich auf Dauer von negativen Glaubenssätzen befreien können. Aber das ist Stoff für einen weiteren Artikel. 

Ich denke für den Anfang ist dieser runter gebrochene Leitfaden super für dich um loszulegen und in die Routine hinein zu finden.

 

Probier es aus, ganz ohne Druck. Stell dir einfach vor du bist ein Wissenschaftler, auf einer wichtigen Expedition, auf  der es darum geht das eigene Äffchen auf Koks zu entdecken und dann auf Entziehungskur zu schicken ;) 

 

Natürlich freue ich mich wie immer über deine Meinung zu diesem Artikel. 

Ich wünsche dir noch eine wunderschöne Woche.

Deine LauraHelena

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Kommentare: 1
  • #1

    Luisa Lehmkuhl (Mittwoch, 20 Februar 2019 22:58)

    Danke dir für diesen Eintrag. Ich habe schon häufig Anleitungen zur Meditation gesucht, aber keine hatte mir wirklich weitergeholfen, dabei muss es ja gar nicht so kompliziert sein. Ich freue mich auf weitere Einträge von dir <3